Dopingbekämpfung
Doping wird definiert als Einnahme von Medikamenten oder Durchführen von Massnahmen, die auf der Dopingliste zusammengefasst und somit im Sportbereich nicht erlaubt sind. Man muss die versehentliche Einnahme eines Mittels mit dopinghaltigen Substanzen von der bewussten Leistungsmanipulation unterscheiden.
"Das Dopingproblem ist unlösbar, das heisst aber nicht, dass wir nicht etwas dagegen machen sollten", meinte Prof. Hans Hoppeler, Bern gegenüber Toni Held in einem kurzen Mailaustausch im Herbst 2007.
Dass eine ehrliche Dopingbekämpfung nicht immer gesucht wird, stellt nichts Neues dar. Insbesondere hohe Sportfunktionäre haben wenig Interesse daran, ihren Beitrag zu leisten, da eine positive Dopingkontrolle für alle betroffenen Parteien folgenschwere Konsequenzen auslösen kann.
Ohne Worte..
Ohne Worte..
Doping - ein Kavaliersdelikt?

Doping ist mehr als nur die Verletzung einer Spielregel - Doping beinhaltet Betrug, Unehrlichkeit, Gesundheitsgefährdung. Doping ist auch ein Geschäft - zu vergleichen mit dem Drogenhandel.
Erythropoietin - ein Medikament, welches vorallem bei Nierenpatienten gegen starke Blutarmut eingesetzt wird und dort Leben retten kann - wird viel mehr produziert als es für Patienten weltweit benötigt wird. Dabei übersteigt die Produktion ein Mehrfaches des medizinischen Bedarfes - aufgrund des Doping-Schwarzmarktes. Eine Ampulle Eprex kostet je nach Dosierung zwischen 120 und 220 Franken und muss 3x in der Woche während 3-4 Wochen eingesetzt werden. Also für die Verkäufer ein lukratives Geschäft.

Sie selber sind verantwortlich für das, was Sie schlucken, spritzen oder trinken. Deshalb lohnt es sich als Leistungssportler nur Mittel in der Hausapotheke zu haben, die nicht auf der Dopingliste sind. Auch wenn Sie ein dopinghaltiges Mittel zwischen den Wettkämpfen brauchen, welches in dieser Phase erlaubt ist, laufen Sie Gefahr, dass Sie an den Wettkämpfen nicht mehr daran denken und unbeabsichtigt ein verbotenes Medikament nehmen. Meistens gibt es dopingfreie Alternativen. Zudem gibt es eine Liste der erlaubten Medikamente.
 
Ist mein Medikament auf der Dopingliste?

Auf der Homepage der Stiftung "Antidoping Schweiz" , welche ein neu gegründetes, unabhängiges Kompetenzzentrum zur Dopingbekämpfung in der Schweiz darstellt, können Sie die Dopingliste und viele andere, hilfsrreiche Informationen finden. 
Wichtig und nützlich ist die Rubrik "Anfrage" auf der rechten Seite oben, wo Sie Ihr Medikament eingeben können und informiert werden, ob es im Training und/oder im Wettkampf erlaubt ist. So nehmen Sie Ihre eigene Verantwortung wahr und können die Dopingfälle aus Unachtsamkeit verhindern. Mit dem Download der untenstehenden Dopingliste können Sie sich auch versichern, ob Ihr Medikament dopingfrei ist. Da aber keine einzelnen Medikamente, sondern vorallem Stoffklassen genannt werden, ist das nicht so einfach. 

Die Dopinglüge

Erfahren Sie mehr über die Welt des Dopings auf der Seite "die Dopinglüge".

 
(c) www.gzb-online.ch - Sitemap
Gesundheitsportal
zur Bewegungsförderung