Mehr Informationen zu Lungentests
Auf dieser Seite finden Sie mehr Informationen zu den wichtigsten Lungenfunktionstests.
Lungenfunktion in Ruhe

Mit einer Lungenfunktion können wichtige Werte bestimmt werden, die Auskunft über das Lungenvolumen geben. Die Bestimmung ist einfach, scnnell und billig.

Folgende drei Werte sind wichtig:

FVC: Forcierte Vitalkapazität oder auf "einfach" Lungenvolumen bei maximaler Ausatmung.

FEV1: Forciertes Erstsekundenvolumen: Menge Luft, die in der ersten Sekunde ausgeatmet werden kann.

Diese beiden Werte sind vom Geschlecht, der Körpergrösse und dem Alter abhängig und werden mit Normwerten verglichen. Der Wert sollte grösser als 85% der Norm sein.
 
Verhältnis FEV1/FVC:  Ein Verhältnis unter 70% ist verdächtig für eine Störung der Lungenfunktion.
 
Normale Lungenfunktionswerte: Neben dem Lungenvolumen (FVC) ist auch das Erstsekundenvolumen (FEV1) wichtig. Die Normwerte sind grün eingezeichnet und hängen vom Geschlecht, der Grösse und dem Alter ab.
Normale Lungenfunktionswerte: Neben dem Lungenvolumen (FVC) ist auch das Erstsekundenvolumen (FEV1) wichtig. Die Normwerte sind grün eingezeichnet und hängen vom Geschlecht, der Grösse und dem Alter ab.
Alles in Ordnung?
Alles in Ordnung?
Verdächtiger Test

Fällt Ihnen bei diesem Test etwas auf?

Vergleichen Sie die Kurve der Ausatmung (oberhalb der Achse) mit der normalen Kurve, die oben abgebildet ist.
 
Verdächtige Innenkrümmung der Ausatmungskurve
Verdächtige Innenkrümmung der Ausatmungskurve
Auflösung

Bei einem sehr guten Wert des Lungenvolumens (113% der Norm) sehen wir nach einem guten "Start" der Ausatmung mit einem normalen "Peak Flow" (maximaler Luftstrom) einen leichten Einbruch mit Innenkrümmung der Ausatmungskurve.
Das Erstsekundenvolumen ist deutlich kleiner als das Lungenvolumen, nämlich nur 87% der Norm, was aber auch noch als normal gilt.

Diese Kurvenform ist ein Hinweis für eine Atemeinschränkung, auch bei insgesamt noch normalen bis guten Einzelwerten. Beachten Sie, was bei dieser Person beim Broncholyse-Test passiert.
 

 
Broncholyse-Test

Der Lungenfunktionstest wird vor und nach Einatmen von Ventolin durchgeführt. Damit kann ein "Therapieversuch" gemacht werden. Wird die Lungenfunktion besser, kann man eine gute Reaktion der Muskulatur in den Bronchien festhalten. Wenn die Reaktion ausbleibt, ist eine "Asthmareaktion" bei körperlicher Belastung (also ein Anstrengungsasthma) aber noch nicht ausgeschlossen. Deshalb muss die Lunge entweder duch Anstrengung oder durch Methacholin provoziert werden.
 
Positiver Broncholyse-Test

Das folgende Beispiel zeigt eine deutliche Verbesserung der Lungenfunktionswerte bei einer Orientierungsläuferin nach Einatmen von Ventolin-Spray.

Die Verbesserung des Erstsekundenvolumens betrug  290 ml oder 11.6%, also ein klar positiver Broncholyse-Test.

Die Lungenfunktion in Ruhe zeigt auf den ersten Blick normale Werte: das Lungenvolumen ist 3.76 l (113% der Norm), also sehr gut, das Erstsekundenvolumen ist mit 2.5 Liter und 87% der Norm deutlich tiefer, aber gemäss Definition noch normal (> 85%).

Was beim (Anstrengungs-) Asthma häufig gesehen wird, ist ein Auseinanderklaffen dieser beiden Werte, in dem das Lungenvolumen zwar gut bis sehr gut ist, das Erstsekundenvolumen aber viel tiefer ausfällt.

Zu diesem Zweck wird das Verhältnis dieser beiden Werte gerechnet, also das Erstsekundenvolumen geteilt durch das Lungenvolumen. In diesem Beispiel also 2.5 Liter geteilt durch 3.76 Liter. Dies ergibt in diesem Fall 66.5 %, was leicht zu tief ist (sollte grösser als 70%) sein. Mit Ventolin stieg das Verhältnis auf einen normalen Werte von 72.6% an. 
 
Deutliche Besserung der Ausatmung nach Ventolin nach einer halben Stunde (rote Kurve nach Ventolin)
Deutliche Besserung der Ausatmung nach Ventolin nach einer halben Stunde (rote Kurve nach Ventolin)

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